Martin Hubal · Heilpraktiker für Psychotherapie · Master of Public Health (Prävention & Gesundheitsförderung)
Ängste und Phobien überwinden:
Wie Hypnose und EMDR in Lüneburg unterstützen können
Raus aus Angst und Vermeidung – zurück zu mehr Sicherheit und innerer Freiheit
Wenn Angst zunehmend Dein Leben bestimmt
Vielleicht kennst Du es: Ein wichtiger Termin steht an, ein Flug ist gebucht oder Du sollst vor anderen Menschen sprechen – und plötzlich übernimmt die Angst. Dein Herz schlägt schneller, Deine Hände werden feucht, Deine Atmung verändert sich und in Deinem Kopf entstehen beunruhigende Vorstellungen davon, was alles passieren könnte. Obwohl Du rational weißt, dass keine unmittelbare Gefahr besteht, reagiert Dein Körper, als müsstest Du Dich schützen.
Manchmal ist die Angst an eine bestimmte Situation oder ein konkretes Objekt gebunden – etwa bei Flugangst, Höhenangst, Angst vor engen Räumen, Tieren oder medizinischen Eingriffen. Auch soziale Situationen können starke Ängste auslösen: die Sorge, negativ aufzufallen, sich zu blamieren, zu versagen oder von anderen kritisch beurteilt zu werden.
Bei einer generalisierten Angststörung ist der Auslöser häufig weniger klar. Die Sorgen wechseln von einem Lebensbereich zum nächsten: Arbeit, Gesundheit, Familie, Partnerschaft oder finanzielle Fragen. Selbst wenn ein Problem geklärt ist, findet die Angst schnell ein neues Thema. Viele Betroffene erleben eine fast dauerhafte innere Anspannung, grübeln viel, schlafen schlecht und haben das Gefühl, nie vollständig zur Ruhe zu kommen.
Eine Panikstörung zeigt sich wiederum durch wiederkehrende, plötzlich auftretende Panikattacken. Herzrasen, Atemnot, Engegefühle, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren, können so intensiv werden, dass Betroffene einen Herzinfarkt, eine Ohnmacht oder sogar den Tod befürchten. Nach einer solchen Erfahrung entsteht häufig die Angst vor der nächsten Attacke. Bestimmte Orte oder Situationen werden vorsichtshalber gemieden – und der eigene Bewegungs- und Lebensraum wird zunehmend kleiner.
So unterschiedlich diese Ängste erscheinen: Gemeinsam ist ihnen, dass das innere Alarmsystem schneller oder stärker reagiert, als es die tatsächliche Situation erfordert. Dabei können verschiedene automatische Schutzreaktionen auftreten: Kampf, Flucht oder Erstarrung. In der Traumatherapie wird außerdem die sogenannte Fawn-Reaktion beschrieben. Diese treffend als Beschwichtigungsreaktion bezeichnete Strategie zeigt sich durch übermäßige Anpassung, das Zurückstellen eigener Bedürfnisse oder den Versuch, Konflikte um jeden Preis zu vermeiden und es anderen recht zu machen.
Solche Reaktionen sind keine persönliche Schwäche. Sie sind zunächst Schutzstrategien, die sich durch Erfahrungen und Lernprozesse entwickelt haben. Belastend werden sie, wenn sie auch in Situationen aktiviert werden, die heute nicht oder nicht mehr gefährlich sind. Gute Ratschläge wie „Beruhige Dich“ oder „Denk einfach nicht daran“ helfen dann meist wenig. Denn an einer Angstreaktion sind nicht nur bewusste Gedanken beteiligt, sondern auch körperliche Reaktionen, innere Bilder, emotionale Erinnerungen und tief eingeprägte Erwartungen.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie und Master of Public Health mit dem Schwerpunkt Prävention und Gesundheitsförderung begleite ich Erwachsene dabei, Ängste, Panikattacken und Phobien zu verstehen und nachhaltig zu verändern. In meiner Praxis in Lüneburg und online verbinde ich Hypnosetherapie, EMDR und systemische Therapie zu einem individuellen und ressourcenorientierten Behandlungsansatz.
Welche Methode oder Kombination sinnvoll ist, hängt von Deiner persönlichen Geschichte, der Art Deiner Angst und den Faktoren ab, die sie heute aufrechterhalten. Deshalb steht am Anfang keine Standardbehandlung, sondern eine sorgfältige Klärung Deines Anliegens.
In diesem Artikel erfährst Du, wie Hypnose bei Ängsten in Lüneburg und online eingesetzt werden kann, wie EMDR bei Ängsten, Phobien und Panikattacken wirkt und welche Schritte Dir helfen können, den Kreislauf aus Angst und Vermeidung zu durchbrechen. Ziel ist nicht, jede Angst aus Deinem Leben zu verbannen. Es geht darum, dass sie nicht länger über Deine Entscheidungen bestimmt – und Du wieder mehr Sicherheit, Selbstvertrauen und inneren Freiraum gewinnst.
Angst ist zunächst ein sinnvoller Schutz
Angst gehört zur Grundausstattung des Menschen. Sie warnt uns vor möglichen Gefahren und stellt innerhalb kürzester Zeit Energie bereit. Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskeln spannen sich an und die Aufmerksamkeit richtet sich auf alles, was für die eigene Sicherheit bedeutsam sein könnte. Im Straßenverkehr kann diese schnelle Reaktion lebensrettend sein. Auch ein gewisses Maß an Anspannung vor einer Prüfung oder einem Vortrag kann die Konzentration erhöhen und zur Vorbereitung motivieren.
Schwierig wird es, wenn das Alarmsystem zu häufig, zu intensiv oder ohne eine angemessene äußere Gefahr anspringt. Dann werden harmlose Körperempfindungen, Gedanken, Orte oder soziale Situationen wie eine Bedrohung bewertet. Aus einem Schutzmechanismus kann so eine Belastung entstehen, die den Alltag und die Lebensqualität spürbar einschränkt.
Entscheidend ist deshalb nicht, ob Du Angst empfindest, sondern wie stark sie ist, wie lange sie anhält und welche Folgen sie für Dein Leben hat. Wenn Du immer mehr Situationen vermeidest, wichtige Entscheidungen von der Angst abhängig machst oder dauerhaft unter Sorgen und körperlicher Anspannung leidest, lohnt es sich, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Die unterschiedlichen Gesichter der Angst
Ängste können sehr verschieden auftreten. Für eine passende Behandlung ist es wichtig zu verstehen, welche Form im Vordergrund steht und wodurch sie ausgelöst oder aufrechterhalten wird.
Generalisierte Angststörung: Wenn die Sorgen nicht aufhören
Bei einer generalisierten Angststörung kreisen die Gedanken anhaltend um mögliche Gefahren und negative Entwicklungen. Typisch ist weniger eine einzelne, klar begrenzte Angst als ein ständiges „Was wäre, wenn?“. Sorgen um Gesundheit, Familie, Arbeit oder Finanzen lösen einander ab. Häufig kommen Muskelanspannung, Reizbarkeit, Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen hinzu.
Panikstörung: Die Angst vor der nächsten Attacke
Panikattacken erreichen meist innerhalb weniger Minuten eine hohe Intensität. Körperliche Empfindungen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Zittern oder Druck in der Brust werden als unmittelbar bedrohlich erlebt. Bei einer Panikstörung treten solche Attacken wiederholt und unerwartet auf. Oft wird die Erwartungsangst zum eigentlichen Problem: Die Sorge vor einer weiteren Attacke führt dazu, dass Betroffene Situationen meiden oder ihren Körper ständig kontrollieren.
Spezifische Phobien: Große Angst vor einem bestimmten Auslöser
Spezifische Phobien beziehen sich auf klar erkennbare Situationen oder Objekte. Dazu gehören beispielsweise Flugangst, Höhenangst, Angst vor engen Räumen, Spinnen, Hunden, Spritzen oder medizinischen Untersuchungen. Der Verstand kann durchaus wissen, dass die tatsächliche Gefahr gering ist – dennoch reagiert der Körper mit starkem Alarm.
Soziale Angst: Wenn die Bewertung durch andere bedrohlich wird
Bei einer sozialen Angststörung steht die Furcht im Mittelpunkt, negativ bewertet, bloßgestellt oder abgelehnt zu werden. Das kann sich bei Vorträgen und Prüfungen zeigen, aber auch in Gesprächen, Besprechungen, beim Essen in Gesellschaft oder beim Betreten eines vollen Raumes. Soziale Angst ist mehr als Schüchternheit: Sie kann berufliche Möglichkeiten, Beziehungen und die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erheblich begrenzen.
Agoraphobie: Wenn Orte und Wege unsicher erscheinen
Bei einer Agoraphobie werden Situationen gefürchtet, aus denen eine Flucht schwierig erscheinen könnte oder in denen im Notfall vermeintlich keine Hilfe verfügbar wäre. Das können Menschenmengen, öffentliche Verkehrsmittel, weite Plätze oder längere Wege allein sein. Häufig besteht eine enge Verbindung zu Panikattacken.
Warum Vermeidung die Angst langfristig verstärken kann
Wer Angst erlebt, möchte die unangenehme Situation verständlicherweise so schnell wie möglich verlassen oder von vornherein vermeiden. Kurzfristig entsteht Erleichterung. Genau diese Erleichterung kann jedoch dazu führen, dass sich das Vermeidungsverhalten festigt: Das Gehirn lernt nicht, dass die Situation bewältigt werden kann und die befürchtete Katastrophe ausbleibt.
Mit der Zeit kann sich die Angst ausweiten. Zunächst wird vielleicht nur ein Fahrstuhl gemieden, später auch andere enge Räume. Nach einer Panikattacke im Supermarkt werden möglicherweise erst große Geschäfte, dann Menschenmengen und schließlich Wege ohne Begleitung vermieden. Je kleiner der sichere Bereich wird, desto mächtiger erscheint die Angst.
Dieser Kreislauf besteht häufig aus vier miteinander verbundenen Elementen:
- einem inneren oder äußeren Auslöser,
- einer bedrohlichen Bewertung wie „Ich verliere die Kontrolle“,
- körperlichen Angstsymptomen,
- Vermeidung, Flucht oder anderen Sicherheitsstrategien.
Eine wirksame Behandlung setzt deshalb nicht nur an einem einzelnen Symptom an. Sie hilft dabei, körperliche Erregung zu regulieren, belastende Erfahrungen zu verarbeiten, Erwartungen zu verändern und neue Erfahrungen im Umgang mit den bisher gefürchteten Situationen zu ermöglichen.
Wie Hypnose bei Ängsten und Phobien wirken kann
Hypnose ist ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit. Äußere Reize treten vorübergehend in den Hintergrund, während innere Bilder, Körperempfindungen und emotionale Reaktionen deutlicher wahrgenommen werden können. Du bist dabei weder bewusstlos noch willenlos. Du bekommst mit, was geschieht, kannst sprechen und die Hypnose jederzeit unterbrechen.
Gerade bei Ängsten ist dieser fokussierte Zustand hilfreich, weil sich körperliche Reaktionen und innere Vorstellungen miteinander verbinden lassen. Ein angstauslösender Reiz wird nicht einfach „weggeredet“. Vielmehr kann er in der Vorstellung mit neuen Erfahrungen von Ruhe, Sicherheit und Handlungsfähigkeit verknüpft bzw. neu bewertet werden.
Das Nervensystem beruhigen und Sicherheit aufbauen
Viele Betroffene befinden sich in einer dauerhaften Alarmbereitschaft. In der Hypnose können Atmung, Muskelspannung und Aufmerksamkeit zunächst zur Ruhe kommen. Diese Erfahrung ist mehr als bloße Entspannung: Sie schafft eine Grundlage, von der aus belastende Themen mit größerem innerem Abstand betrachtet werden können.
Vorhandene Ressourcen wieder zugänglich machen
Angst lenkt den Blick häufig auf Gefahr, Kontrollverlust und eigenes vermeintliches Versagen. In der Hypnose können Erinnerungen an Mut, Gelassenheit, Selbstvertrauen und erfolgreich bewältigte Situationen aktiviert werden. Diese Fähigkeiten werden nicht von außen „eingepflanzt“. Sie sind bereits vorhanden, werden aber unter starker Angst oft nicht mehr wahrgenommen.
Innere Bilder und Erwartungen verändern
Viele Ängste beginnen lange vor der eigentlichen Situation. Wer Flugangst hat, erlebt möglicherweise schon Tage vorher innere Katastrophenfilme. Bei sozialer Angst erscheint vor dem inneren Auge bereits die erwartete Blamage. Solche Vorstellungen aktivieren den Körper, als wäre die Gefahr schon eingetreten.
In der Hypnose können diese Bilder bewusst bearbeitet werden. Du kannst eine bisher gefürchtete Situation in einem sicheren Rahmen aus einer anderen Perspektive erleben, hilfreiche Reaktionen erproben und die Vorstellung mit mehr Ruhe und Selbstwirksamkeit verbinden.
Schrittweise Annäherung statt Überforderung
Bei Phobien kann eine behutsame imaginative Annäherung sinnvoll sein. Dabei geht es nicht darum, Dich unvorbereitet mit Deiner größten Angst zu konfrontieren. Zunächst werden Stabilität, Kontrolle und geeignete Bewältigungsmöglichkeiten aufgebaut. Anschließend kann die Annäherung in kleinen, gemeinsam abgestimmten Schritten erfolgen. Je nach Angststörung können auch reale Übungen außerhalb der Hypnose hilfreich sein.
Nicht jede Angst hat eine einzige Ursache
Mir ist eine fachlich verantwortungsvolle Sicht wichtig: Hinter einer Angst kann ein einzelnes verdrängtes Erlebnis stecken, das einer Verarbeitung bedarf. Es muss aber nicht immer ein einzelnes verdrängtes Erlebnis sein. Meist wirken mehrere Faktoren zusammen – Veranlagung, körperliche Ursachen, Lernerfahrungen, belastende Lebensphasen, körperliche Sensibilität, innere Bilder, Vermeidung und aktuelle Konflikte. Die Hypnose bei Ängsten in Lüneburg ist deshalb kein starres Standardprogramm. Ich stimme die Vorgehensweise auf Dein Anliegen, Deine Stabilität und Deine persönlichen Ziele ab. Gegebenenfalls muss zunächst auch noch eine fachärztliche Klärung erfolgen.
EMDR bei Ängsten, Phobien und Panikattacken
EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“, auf Deutsch etwa Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegungen. Das Verfahren wurde ursprünglich zur Behandlung traumatischer Belastungen entwickelt und ist für die posttraumatische Belastungsstörung besonders gut untersucht. Darüber hinaus kann EMDR auch bei Ängsten, Panikattacken und Phobien hilfreich sein – insbesondere dann, wenn belastende Erinnerungen oder intensive innere Katastrophenbilder die Angst immer wieder aktivieren.
Während einer EMDR-Sequenz konzentrierst Du Dich kurz auf eine belastende Erinnerung, eine Körperempfindung oder ein befürchtetes Zukunftsbild. Gleichzeitig folgst Du beispielsweise mit den Augen einer geführten Bewegung. Je nach Situation können auch andere abwechselnde Reize eingesetzt werden.
Ein wichtiges wissenschaftliches Erklärungsmodell bezieht sich auf das Arbeitsgedächtnis: Wenn eine belastende Erinnerung aufgerufen und gleichzeitig eine weitere aufmerksamkeitsfordernde Aufgabe ausgeführt wird, stehen weniger Verarbeitungskapazitäten für das innere Bild zur Verfügung. Dadurch kann es an Lebendigkeit und emotionaler Intensität verlieren. Die Erinnerung wird nicht gelöscht. Sie kann jedoch neu eingeordnet werden und im Idealfall weniger starke Alarmreaktionen auslösen.
Wann EMDR besonders sinnvoll sein kann
EMDR kommt beispielsweise infrage, wenn:
- eine Phobie nach einem belastenden Erlebnis entstanden ist,
- die Erinnerung an eine frühere Panikattacke ständig neue Angst auslöst,
- aufdringliche innere Bilder die Angst verstärken,
- frühere Erfahrungen von Hilflosigkeit oder Kontrollverlust bis heute nachwirken,
- traumatische oder stark belastende Erlebnisse mit den aktuellen Beschwerden verbunden sind.
Bei einer Panikstörung kann nicht nur die Erinnerung an die erste Attacke bedeutsam sein. Auch die Vorstellung einer zukünftigen Katastrophe – etwa „Ich breche zusammen und niemand hilft mir“ – kann die Angst aufrechterhalten. Solche belastenden Zukunftsbilder lassen sich in die EMDR-Behandlung einbeziehen.
Vor der Verarbeitung steht immer die Stabilisierung. Wir klären gemeinsam, welche Belastung bearbeitet werden soll, welche Ressourcen Dir zur Verfügung stehen und ob EMDR aktuell die passende Methode ist. Du bestimmst jederzeit das Tempo.
Die systemische Perspektive: Was hält die Angst heute aufrecht?
Ängste entstehen und bestehen nicht losgelöst vom übrigen Leben. Beruflicher Druck, Beziehungserfahrungen, familiäre Erwartungen, Rollen und innere Konflikte können dazu beitragen, dass das Alarmsystem kaum zur Ruhe kommt.
In der systemischen Therapie geht es nicht um Schuldzuweisungen. Gemeinsam betrachten wir, in welchen Zusammenhängen die Angst auftritt, welche Funktion sie möglicherweise übernommen hat und welche Wechselwirkungen sie stabilisieren. Vielleicht schützt die Angst vor einer chronischen Überforderung. Vielleicht steht hinter übermäßiger Anpassung die frühe Erfahrung, dass Sicherheit vor allem durch Beschwichtigung und das Zurückstellen eigener Bedürfnisse entsteht. Oder widersprüchliche innere (Persönlichkeits-)Anteile, Überzeugungen und Antreiber ziehen gleichzeitig in verschiedene Richtungen.
Ein systemischer Blick kann helfen, solche Muster zu verstehen, neue Perspektiven zu entwickeln und die eigenen Handlungsmöglichkeiten zu erweitern.
Warum ich Hypnose, EMDR und systemische Therapie kombiniere
Die Methode sollte zum Menschen passen – nicht der Mensch zur Methode. Bei einer klar umrissenen Phobie kann ein anderer Schwerpunkt sinnvoll sein als bei einer generalisierten Angststörung, wiederkehrenden Panikattacken oder einer Angst, die mit belastenden Beziehungserfahrungen verbunden ist.
Als Heilpraktiker für Psychotherapie arbeite ich ressourcen- und lösungsorientiert. Mein Masterstudium in Public Health mit dem Schwerpunkt Prävention und Gesundheitsförderung ergänzt diese therapeutische Arbeit um eine gesundheitswissenschaftliche Perspektive. Je nach Anliegen verbinde ich:
- Hypnose zur Fokussierung, Ressourcenaktivierung und Arbeit mit inneren Bildern,
- EMDR zur Verarbeitung belastender Erinnerungen und Katastrophenvorstellungen,
- systemische Therapie zur Klärung von Mustern, Rollen und inneren Konflikten,
- Achtsamkeit und alltagstaugliche Übungen zur Selbstregulation.
Dabei entscheidest Du mit, welche Schritte sich für Dich stimmig und sicher anfühlen.
So läuft die Begleitung in meiner Praxis ab
1. Kostenloses Online-Kennenlerngespräch
Im ersten unverbindlichen Gespräch lernen wir uns kennen. Du kannst Dein Anliegen schildern und Deine Fragen stellen. Gemeinsam prüfen wir, ob mein Angebot zu Deiner Situation passt und was ein sinnvoller nächster Schritt sein könnte.
2. Sorgfältige Anamnese und Zielklärung
Die erste therapeutische Sitzung dauert in der Regel etwa 90 Minuten. Ich nehme mir Zeit, die Form und Entwicklung Deiner Angst, mögliche Auslöser, Vermeidungsstrategien, körperliche Symptome, bisherige Behandlungen und Deine persönlichen Ziele zu verstehen. Ebenso wichtig ist die Frage: Was soll in Deinem Leben wieder möglich werden?
3. Individuelle Behandlungsplanung
Auf Grundlage der Anamnese besprechen wir, welche Methoden geeignet erscheinen. Es gibt keinen vorgefertigten Ablauf, der für jeden Menschen gleich ist. Manchmal steht zunächst die Stabilisierung im Vordergrund, manchmal kann früh mit Hypnose oder EMDR gearbeitet werden. Manchmal ist auch vorab eine medizinische Klärung körperlicher Symptome bei einem Facharzt nötig. Bei Phobien kann eine schrittweise Annäherung an die gefürchtete Situation, auch unter Hypnose, Teil des Behandlungsplans sein.
4. Therapeutische Sitzungen und Transfer
In den Sitzungen arbeiten wir am vereinbarten Ziel und überprüfen regelmäßig die Entwicklung. Ergänzend können Übungen zur Achtsamkeit, Selbstregulation oder individuell abgestimmte Audioübungen den Transfer in Deinen Alltag unterstützen. Entscheidend ist, dass Veränderungen nicht nur in der Praxis spürbar sind, sondern sich in Deinem täglichen Leben bewähren.
5. In Lüneburg oder online
Die Behandlung ist persönlich in meiner Praxis am Wilschenbrucher Weg 20 in Lüneburg oder – wenn es fachlich und für Dein Anliegen passend ist – online per Videositzung möglich. Welche Form geeignet ist, klären wir im Kennenlerngespräch.
Was Hypnose und EMDR leisten können – und was nicht
Hypnose und EMDR sind keine magischen Verfahren und keine Garantie dafür, dass eine Angst nach einer bestimmten Anzahl von Sitzungen verschwindet. Psychotherapie ist ein individueller Prozess. Art, Dauer und Komplexität der Beschwerden, persönliche Lebensumstände sowie die Bereitschaft zur Mitarbeit beeinflussen den Verlauf.
Wichtig ist:
- Du behältst in der Hypnose jederzeit die Kontrolle.
- Du musst nichts erzählen oder bearbeiten, wozu Du nicht bereit bist.
- Die Behandlung wird an Deine Stabilität und Situation angepasst.
- Es gibt kein Heilversprechen und keine pauschale Erfolgsgarantie.
- Starke, neu auftretende oder unklare körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.
- Bei akuten Psychosen, akuter Suizidalität oder schweren psychiatrischen Krisen hat eine fachärztliche beziehungsweise psychiatrische Versorgung Vorrang.
Wenn Du bereits in ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung bist, ist eine Abstimmung mit den beteiligten Behandlern unbedingt notwendig. Ob Hypnose oder EMDR geeignet sind, wird immer im Einzelfall geprüft und in Absprache mit anderen Behandlern entschieden. Dies sollte von dir unterstützt und initiiert werden.
Dein nächster Schritt
Vielleicht hat die Angst Deinen Alltag bereits länger eingeschränkt. Vielleicht merkst Du erst seit Kurzem, dass Du immer mehr Situationen vermeidest oder Dich ständig sorgst. Du musst nicht warten, bis Dein Lebensradius noch kleiner wird.
In einem kostenlosen Online-Kennenlerngespräch können wir klären, worunter Du leidest, welche Veränderung Du Dir wünschst und ob meine Arbeitsweise zu Dir passt.
FAQ: Häufige Fragen zu Hypnose und EMDR bei Ängsten
Ja. Hypnose ist kein Schlaf und kein Kontrollverlust. Du nimmst wahr, was geschieht, kannst sprechen und die Sitzung jederzeit unterbrechen. Viele Menschen erleben Trance als einen Zustand konzentrierter Aufmerksamkeit, ähnlich dem tiefen Versunkensein in ein Buch oder einen Film.
Nein. Eine Konfrontation sollte nicht unvorbereitet und nicht gegen Deinen Willen erfolgen. Zunächst klären wir Dein Anliegen und stärken Stabilität sowie Bewältigungsmöglichkeiten. Bei Phobien kann eine schrittweise, gut vorbereitete Annäherung sinnvoll sein, weil neue Erfahrungen den Kreislauf aus Angst und Vermeidung durchbrechen können. Tempo und Vorgehen werden gemeinsam abgestimmt.
Hypnose kann dabei unterstützen, körperliche Alarmreaktionen früher wahrzunehmen, Anspannung zu regulieren und die Angst vor den eigenen Körpersymptomen zu verändern. Wenn belastende Erinnerungen oder Katastrophenbilder eine wichtige Rolle spielen, kann eine Kombination mit EMDR sinnvoll sein. Neu aufgetretene oder unklare körperliche Beschwerden sollten zuvor ärztlich abgeklärt werden.
EMDR kann besonders hilfreich sein, wenn die Angst mit belastenden Erfahrungen, früheren Panikattacken oder intensiven inneren Bildern verbunden ist. Das Verfahren ist für posttraumatische Belastungsstörungen besonders gut untersucht. Auch bei Angst-, Panik- und phobischen Symptomen gibt es positive Forschungsergebnisse; ob EMDR für Dich passt, hängt jedoch von Deiner individuellen Situation ab.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Ein klar umschriebenes Thema kann weniger Zeit benötigen als eine langjährige oder mit weiteren Belastungen verbundene Angststörung. Nach Anamnese und ersten Sitzungen lässt sich der voraussichtliche Rahmen meist besser einschätzen. Ich überprüfe mit Dir regelmäßig, ob die Behandlung in die gewünschte Richtung führt.
Ja, Hypnose, Gespräche und je nach Situation auch EMDR können online durchgeführt werden. Voraussetzung sind eine ungestörte Umgebung, eine stabile Internetverbindung und die fachliche Einschätzung, dass das Onlineformat für Dein Anliegen geeignet ist.
Körperliche Beschwerden sollten immer zunächst fachärztlich abgeklärt werden. Insbesondere bei erstmals auftretendem, starkem oder ungewohntem Herzrasen, Brustschmerz, Atemnot, Ohnmachtsgefühl oder anderen unklaren Beschwerden sollte eine ärztliche Abklärung unbedingt sofort erfolgen. Hier ist notfalls der Notarzt zu rufen. Körperliche Erkrankungen und Nebenwirkungen von Medikamenten können Angstsymptomen ähneln, sie auslösen oder sie verstärken.
Meine Praxis richtet sich an Selbstzahler. Eine Erst- oder Folgesitzung dauert etwa 90 Minuten. Aktuelle Informationen zu Preisen und Rahmenbedingungen findest Du auf der Seite „Kontakt & Preise“ meiner Website.
Wieder mehr Raum für Dein Leben
Angst muss nicht von heute auf morgen vollständig verschwinden, damit sich etwas Wesentliches verändert. Oft beginnt Freiheit dort, wo Du wieder Entscheidungen triffst, die sich an Deinen Werten und Bedürfnissen orientieren – und nicht allein an der Frage, was die Angst vermeiden möchte.
Mit Hypnose, EMDR und systemischer Therapie unterstütze ich Dich dabei, belastende Reaktionen besser zu verstehen und neu zu verarbeiten, neue innere Erfahrungen und Ressourcen zu entwickeln und Schritt für Schritt wieder mehr Sicherheit und Handlungsspielraum zu gewinnen – in meiner Praxis in Lüneburg oder online.
Quellen und weiterführende Informationen
- Deutsche S3-Leitlinie „Behandlung von Angststörungen“ (AWMF)
- Weltgesundheitsorganisation: Psychologische Interventionen bei posttraumatischer Belastungsstörung
- Landry, Lifshitz & Raz: Überblick zu neuronalen Korrelaten der Hypnose
- Yunitri et al.: Metaanalyse zu EMDR bei Angst-, Panik- und phobischen Symptomen
